675 Jahre Lünen

 675 Jahre  Lünen an der Lippe

Im Zeichen des Ehrenamtes

Luenen 675 Jahre Weiß Grün
2016 feierte Lünen sein 675 Jähriges Stadtjubiläum. Dieses Jubiläum stand ganz in Zeichen des Ehrenamtes. Denn es sind die Bürger und Bürgerinnen einer Stadt wie Lünen die das Stadtbild prägen und verändern. Das haben die Einwohner dieser Stadt schon immer getan. Ob es nun heute in einer der vielen Vereine, Hilfsorganisationen, Caritativen Einrichtungen ist, oder früher im 800 Jahrhundert, als erste Siedler an der Lippe.

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Es sind die Lüner und Lünerinnen selber die mit ihrer Tatkraft, ihren Eifer und ihren Engagement diese Stadt weiterentwickeln. Ob in den vielen Betrieben der Stadt Lünen oder in Ehrenamt.

Lünen hat ja auch vieles zu bieten. Gut Lünen ist nicht Köln, oder Münster, oder liegt nicht an der Nordsee oder Ostsee. Und obwohl Lünen zum Ruhrgebiet zählt, ist Lünen keine typische Ruhrgebietsstadt. Lünen hat zwar Industrie, aber auch viel Landwirtschaft. Hier merkt man das man auf der einen Seite zum Münsterland gehört und auf der anderen Seite auch zum Ruhrgebiet. Lünen ist Grenzstadt, größte Stadt in Kreis Unna, Arbeiterstadt, Landwirtschaftlich geprägt, mit der Natur verbunden und Lippestadt.

Man kann sich streiten ob die Luft in Lünen gut ist oder nicht. Die Luft ist nicht besser als zum Beispiel an der Nordsee oder Ostsee. Aber auch nicht schlechter als in Duisburg oder Gelsenkirchen. Wer Naherholung abseits des Ruhrgebietes sucht findet sie hier in Lünen. Wer aber Seeluft schnuppern will sollte lieber direkt an die Küste fahren. Lünen bietet Arbeit, Wohnraum, Freizeit, Erholung, Gemütlichkeit, Anbindung ans Ruhrgebiet und Münsterland, und Vereinskultur.

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Veranstaltungen in Lünen

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Ja es gibt in Lünen kein richtiges Nachtleben! Keine Discotheken, denn das Lükaz ist halt kein Ersatz für Tanz und Musik, und so gut wie keine Bars, Clubs und Locations zum Party machen und Feiern. Dafür fährt man lieber nach Dortmund, Bochum, Essen, Werne, Selm oder Bergkamen. Aber Veranstaltungen zum feiern bietet Lünen viele. Darunter die bekannte Lüner Kneipennacht, den Tanz in den Mai, oder das große Picknicken auf der Grillwiese.

Hier einige Lüner Veranstaltungen die immer wieder kommen:

  • Verkaufsoffene SonntageOmis Schnapshaus Transparent
  • Moonlight Shopping
  • Christi Himmelfahrts Kirmes
  • Lünsche Mess
  • Drachenfest
  • Lüner Kinofest
  • Tanz in den Mai
  • Brunnenfest
  • Lüner Kneipennacht
  • 1. Mai an der Grillwiese Cappenberg
  • Jazz in Stadthotel
  • Weihnachtsmarkt
  • Nikolaus auf der Lippe
  • Fackelschwimmen
  • Brami Frühlingsfest
  • Oktoberfest in Lünen Süd
  • Karneval in Lünen Süd
  • St. Martin

Und wer noch mehr will der kann ja eines der Partys in Lükaz oder eines der Veranstaltungen in Hansesaal mitmachen. Auch das Kino hat viel zu bieten. Und wer gerne Filme mag und vielleicht  selber mal in Film dabei sein will der kann sich in Lünen bei der Filmcrew melden. Lünen hat seit 2014 seine eigene Krimireihe die schon fast genauso Legendär ist wie der Tatort beim WDR. Mit Wieselflink und Brandtgefährlich hat Lünen sein eigenes Ermittlerteam. Und das alles von Lüner Bürger und Bürgerinnen Ehrenamtlich erstellt. Siehe bei mir auf der Seite unter Making Of Wieselflink & Brandtgefährlich. Ebenfalls Sehenswert ist die Filmreihe "Lünen von Oben" von Uwe Koslowski. Es sind Dokumentationen die sich mit der Geschichte Lünens und dem Menschen beschäftigen. Dabei sieht man Lünen aus der Vogelperspektive und lernt neue Seiten an unsere Lippestadt kennen. 

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Ehrenamt & Vereinskultur in Lünen

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Mehr als die Hälfte der Lüner und Lünerinnen betätigt sich Ehrenamtlich in Hilfsorganisationen wie der Feuerwehr, dem THW oder den DRK oder den Johannitern. Oder in einen der vielen vielen Sportvereine. Sport kann man hier viel machen, Von Fußball, über Tauchen, Leichtathletic, Vollyball, Handball, Discgolf, Tischtennis, Tennis, Schach, Kanu fahren, bis hin zum Segelfliegen hat Lünen vieles zu bieten. Auch wer sich Sozial einbringen will kan dies tun. Ob in der Kirche, in Kinderhospizverein, der Diakonie, der Caritas oder der Flüchtlingshilfe. Ehrenamt wird in Lünen groß geschrieben und belohnt mit der Ehrenamtskarte des Landes NRW. Hier gibt es viele Vergünstigungen für alle Ehrenamtler die in Jahr mehr als 220 freiwillig abgeleistete Stunden ableisten. Auch die Jecken finden in einen der Lüner Karnevalsvereine einen platz um dann beim Lünen Süder Karnevalsumzug mitziehen zu können. 

Segelflieger Lünen TansparentViele können sich hier austoben. Ob in Kursen der Volkshochschule, der Musikhochschule oder Fitnesstudio. Man kann in Lünen Wandern, Radfahren, Skaten, Inliner fahren, Nordic Walking betreiben oder sich in Ruhe in einen der vielen Cafes entspannen. Die Jugend findet man in Sommer entweder am See, am Kanal oder in den Freibädern Cappenberger See oder Lünen Brambauer oder in kleinen gemütlichen Freibad in Gahmen.

Und wer Hoch hinaus will schnappt sich entweder eine neumodische Drohne, sowie der Filmemacher Uwe Koslowski der uns "Lünen von Oben" zeigt oder steigt bei der Flugsportgruppe ins Segelflugzeug.

Und wer Fahrrad fahren will oder Skaten oder Inliner fahren findet auch in den vielen Parks und Radwegen möglichkeiten die an das weite Netz angeschlossen sind. Wie wäre es mit einer Fahrradtour nach Bergkamen oder Werne. Die Fahrradgeschäfte und Werkstätten helfen ihnen dabei ihre Drahtesel flott zu machen.

 

 


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Wirtschaft und Medizin in Lünen

Moorkran Preußen HafenLünen ist nicht nur eine Stadt zum Arbeiten, Wohnen und Erholen, sondern auch größter Arbeitgeber in Medizinischen Bereich. Das St. Marien Krankenhaus ist nicht nur in Kreis Unna eines der größten mit angeschlossenen Facharztzentrum, sondern gibt mehr als 1500 Menschen eine sichere Existenz. Das St. Marien Hospital und das Krankenhaus in Lünen Brambauer gehören zu den Lehrkrankenhäusern der Universität Münster. Wer also sein Medizinstudium machen will ist in Lünen genau richtig. Fachärzte werden in Lünen genauso gebraucht wie Altenpfleger. Denn auch die Lüner Bevölkerung wird immer Älter. Das sieht man an den vielen Altenheimen und Residenzen die sich in Lüner Stadtgebiet verteilen und noch neugebaut werden. Was die Medizinsiche Versorgung angeht, so ist man in Lünen gut aufgehoben. Lünen hat zwei krankenhäuser, zwei Facharztzentren, ein Schlaflabor, Lungenärzte, Kardiologen, Hausärzte, Internisten, HNO Ärzte, Zahnärzte, Orthopäden, Hautärzte, ein Reha Sportzentrum, und vieles mehr. 

Mit dem Rettungsdienst der Lüner Berufsfeuerwehr und dem Pilotprojekt der "Mobilen Retter" bekommt man schnelle Hilfe. Dazu trägt auch der Rettungshubschrauber "Christoph 8" bei.

Auch ist Lünen Standort des Rettungshubschraubers Christoph 8 der in Jahr mehr als 1500 Einsätze fliegt. Zuständig für den gesamten Regierungsbezirk Arnsberg. Auch die Lüner Feuerwehr ist gut ausgestattet mit der 2015 neu erbauten Feuer und Rettungswache an der Kupferstraße.

Lünen entwickelt sich, bewegt sich und verändert sich. Doch es sind die Menschen die Lünen verändern. Lünen bietet Arbeit in und ist eine Heimat von Jung bis Alt.

Die Stadt an der Lippe wird durch die Materialwirtschaft, der Glashütte und der Kupferhütte geprägt. Remondis ist nicht nur eines der größten Müll Recyclingsunternehmen sondern neben der Kupferhütte, der Glashütte auch eines der größten Arbeitgeber. Ebenfalls das sehr umstrittene erbaute Trianel Kraftwerk bietet Lünen nicht nur Arbeit und Energie, sondern ist auch eines der größten Sponsoren. Die Firmen wie Remondis, Trianel, der Stadttochter Bauverein zu Lünen und die Stadtwerke Sponsern viele Feste in Lünen. Ohne Sie wäre das Leben in der Stadt nicht möglich. Für die einen sind diese Firmen Arbeitgeber und die anderen wichtige Wirtschaftsunternehmen der Stadt. Denn mit den Zechensterben musste sich auch Lünen neu Orientieren. Der Bergbau war längst nicht mehr länger die treibende Wirtschaftskraft. Immer mehr Logistikunternehmen in und um Lünen bieten vielen nicht nur neue Arbeit sondern auch eine neue Zukunftsperspektive. Ob Amazon in Werne, IKEA, Rhenus, Kaufland und bald auch Amazon in Dortmund oder viele viele weitere Logistikdienstleister oder Firmen die die günstien Verkehrsanbindungen in Ruhrgebiet nutzen. Und viele der Mitarbeiter die in Ruhrgebiet eine neue Heimat gefunden haben verschlägt es nach Lünen. In den Gewerbegebieten, unter anderen in Lünen Brambauer am LünTec, sowie in Lünen Wethmar, giebt es viele mittelständische Unternehmen die Lünens Wirtschaft tragen. Aber, und das auch wichtig gibt es in Lünen Caritas Einrichtungen für Behinderte Menschen die dort in Werkstätten arbeiten und auch ihren Teil in der Gesellschaft beitragen. Sie gehören genauso zu Lünen wie du und ich! 

Und so entwickelte sich Lünen seit seiner Entstehung mit den Menschen, den Firmen, den Unternehmen und seiner Umgebung immer weiter.

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Geschichte der Stadt Lünen

Von den ersten Anfängen bis zum Mittelalter

Denn schon bereits in 800 Jahrhundert fanden sich erste Spuren der Lippestadt.  Der Name Lünen wird erstmals im "Werdener Heberegister" genannt. Denn dort erschienen die Ortsnamen "Nordenliunon" und "Sudenliunon". Nahe der großen Stadt Dortmund, der einstigen Handelsmetropole und Knotenpunkt zwischen Hellweg und Hanseweg, den beiden größten Europäischen Handelsrouten, siedelten sich an der Lippe die ersten Händler an. Und auch entstand an der Lippe eine Art Grenze wo Wegezoll verlangt wurde. Zuerst nur an der Südseite der Lippe entstand damals Lünen.

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Eine Stadt entwickelte sich. Zu den Händlern, die entlang des Hanseweges und vor den großen Toren Dortmunds ihre Waren anpriesen, gesellten sich Bauern, Schmiede, und all jene die in Dortmund keine Heimat fanden. Lünen wurde eine kleine Bauernschaft. Eine Grenzstadt zwischen den Bistum Münster und der Grafschaft von der Mark aus Köln ist entstanden. Denn die Lippe bildete nicht nur die Grenze zwischen dem Münsterland und den Westfalenland sondern auch zwischen den Bistümern und der Grafschaft und dem Bistum Köln.

Vor dem Jahre 1302 gelangte Lünen in dem Besitz des Grafen Everhard II. von der Mark.

In den Jahren 1336 und 1340 wurde Lünen von Nordufer auf das Südufer verlegt. Mehrmals zog die Stadt von einer Lippeseite zur anderen. Im Jahre 1341 verleihte der Graf Adolf II. von der Mark Lünen seine Stadtrechte. Somit wurde Lünen nun offiziell als Stadt anerkannt.

Lünen musste sich immer wieder verteidigen, Überstand Brände, Belagerungen, Kriege, die Pest, und überschwemmungen. Lünen hat eine bewegende Geschichte. Auch wenn man es dieser Stadt heute nicht so ansieht. Denn vieles musste immer wieder neu aufgebaut werden. Somit gingen Bauten die davon Zeugnis ablegen könnten verloren.

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Zwischen den Jahren 1360 und 1366 wurde innerhalb von Sechs Jahren die St. Georgs Kirche gebaut. Einst war Sie auf einen Hügel gebaut worden und höher als der der Rest der Stadt. Doch mit der Zeit musste Lünen immer wieder wegen Bränden und Kriegen drumherum wieder neu aufgebaut werden. Daher sieht man heute das die Kirche tiefer als die übrige Stadt liegt. Die Stadt entwickelte sich immer wieder neu. Die Kirche blieb erhalten.

Um das Jahr 1555 wurde die Reformation in Lünen eingeführt dank der Thesen des Martin Luther. Die St. Georges Kirche wurde Evangelisch.

Auch den Dreißigjährigen Krieg überstand Lünen von 1618 bis 1648. Dieser brachte Lünen viele Katastrophale folgen ehe es den Westfälischen Frieden gab. Nicht selten gab es Belagerungen, Besatzungen, Einquatierungen und vieles mehr. In Münster wurde dann der Westfälische Frieden geschlossen. 

Leider gab es zwischen 1756 und 1763 wieder Krieg in Lünen. Denn dort lag Lünen in einer Kriegszone. Dieser führte zur Verarmung der Bevölkerung. Doch auch das überstanden die Einwohner der Lippestadt.

 Im jahre 1813 wurde die Grafschaft Mark der preußischen Provinz Westfalen zugeschlagen. Somit gehörte Lünen von nun an Westfalen an.

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Die Industrialisierung kam nach Lünen

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Die Industrialisierung kam nach Lünen. Mit der Gründung der Eisenhütte Wehrenbold & Co. ( später Westfalia ) in Jahre 1826 begann in Lünen ein neues Zeitalter. Und es wurden sehr viele Arbeitsplätze geschaffen.

Lünen wurde Mobil mit der Eröffnung der ersten Eisenbahnlinie in Lünen in Jahre 1874. Nun konnte man mit dem Zug nach Dortmund oder nach Enschede fahren. Im Jahre 1905 wurde der alte Dampfbierbahnhof an die Linie Hamm Oberhausen angeschlossen. Und 1928 wurde die Linie Dortmund - Münster in Betrieb genommen.

 1873 wurde Lünen für die nächsten Einhundert Jahre Bergbaustadt mit der Abteufung in Gahmen und Horstmar, die 1893 beendet wurde.

Hier die Zechen und ihre Betriebsdauer:Lüntec Colani UFO Alleine

  • Preußen 1/2 zwischen 1891 und 1926
  • Preußen 3/4 zwischen 1893 und 1921
  • Minister Achenbach 1/2 zwischen 1897 und 1992
  • Minister Achenbach 3 zwischen 1909 und 1989
  • Minister Achenbach 4 zwischen 1918 und 1990
  • Minister Achenbach 5 zwischen 1943 und 1990
  • Minister Achenbach 6 zwischen 1957 und 1990
  • Victoria 1/2 zwischen 1907 und 1991
  • Victoria 3/4 zwischen 1955 und 1978

Lünen in 20 Jahrhundert

Vom Ersten Weltkrieg bis zur Jahrtausendwende

 

In den Jahren 1913 bis 1914 wurde der Lippeseitenkanal  ( Datteln - Hamm - Kanal ) an Lünen mit seinen vier Häfen angebunden.

1914 bis 1918 Erster Weltkrieg: 1922 wurde ein "Eisernes Buch angelegt wo 998 Lüner Bürger verzeichnet sind, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind.
Nachdem Ersten Weltkrieg wurde Lünen in Zuge der Ruhrbesetzung von 24. Januar 1923 bis 1924 von den Franzosen besetzt.

Rathaus Luenen AlleineIm Jahre 1928 erhielt Lünen die Kreisfreiheit und wurde eine Großstadt. Eine Kreisfreie Stadt. Bis 1975 hielt die Kreisfreiheit an. Von dort an wurde Lünen ein Teil des Kreises Unna und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg.

 Die Vereinigten Aluminiumwerke bauten 1937 ihr Lippewerk in Lünen. Auch Strom produzierte Lünen mit dem Bau des STEAG Kohlekraftwerks selber.

Auch Lünen hat den Zweiten Weltkrieg miterlebt. Die Geschichte des Dritten Reiches ist auch hier nicht ohne Spuren geblieben. Das Mahnmal an der Lippe erinnert noch heute an die Opfer der Reichsprogromnacht am 9. November 1939 wo drei Jüdische Mitbürger ermordet worden sind. 1993 wurde das Mahnmal an der Lippe errrichtet.

1939 bis 1945 wurde Lünen zwar von den Bombenabwürfen überwiegend verschont. Trotzdem hat Lünen große Verluste hinehmen müssen wie das restliche gefallene Reich das durch die Allierten nach und nach befreit wurde. Gefallene Soldaten, Jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen, Politisch verfolgte, Vermisste Verwundete, Ziviltote, und viele zahlreiche Opfer haben Lünen in seiner Kontinuilischen Entwicklung zurückgeworfen.

Adolf Hitler und Paul Hindenburg die mit den Beschluss vom 2. Mai 1933 Ehrenbürger der Stadt wurden, wie in vielen anderen Städten Deutschlands auch, wurden nach den Zweiten Weltkrieg in Rahmen der Politischen und Geschichtlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus am 15. Dezember 2016 mit einstimmigen Beschluss des Stadtrates als Ehrenbürger aberkannt, um hier ein für alle mal mit Gerüchten und Geschichten aufzuräumen.

 1938 bekam Lünen seinen Anschluss an die Autobahn Oberhausen - Hannover mit der Auffahrt in Lünen - Gahmen.

Am 13. Juni 1958 wurde das von dem Star Architekten Hans Scharoun entworfene Geschwister Scholl Mädchengymnasium eröffnet. Während das Freiherr vom Stein Gymnasium den Jungen vorbehalten blieb. Später wurde daraus die Geschwister Scholl Gesamtschule. Zwischen 2014 und 2016 wurde die Geschwister Scholl Gesamtschule nach den Plänen von Hans Scharoun, der auch die Berliner Philharmonie gebaut hatte, mit mitteln der EU und Fördergeldern der Hans - Scharoun - Stiftung Restauriert, Renoviert und wieder komplett überarbeitet.

Das Stadttheater ab 1966 Heinz Hilpert Theater wurde am 11. Oktober 1958 eröffnet. Architekt war Gerhard Graupner. Heute finden zusammen  mit dem Hansesaal dort Theateraufführungen, Kabarett, Messen, der Berufsinformationstag und Feierlichkeiten statt. Auch das 675. Stadtjubiläum wurde dort gefeiert.

In Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Willy Brandt, später noch Bundeskanzler, wurde 1960 das neue Rathaus der Stadt Lünen mit seinen 14 Etagen feierlich seiner Bestimmung eröffnet. Das Lüner Rathaus ist bis heute noch in Dienst und das höchste Gebäude der Stadt.

Die Kurt - Schuhmacher Brücke wurde am 18. Juni 1962 für den Verkehr freigegeben. Heute ist es zusammen mit der Konrad Adenauer Straße eines der wichtigsten Hauptstraßen in Lünen.

Bus allein

1963 ist Lünen eine Städtepartnerschaft mit der Niederländischen Stadt Zwolle eingegangen. Weitere Partnerschaften folgten mit Swinton & Pendlebury ( 1966 bis 1974 ) der Stadt Salford in England ( 1975 ), mit Panevezys in Litauen ( 1990 ) und mit Demin in Mecklenburg - Vorpommern ( 1991 ).

1975 verlor Lünen seine Kreisfreiheit und wurde dem Kreis Unna zugeordnet.

Wegen des Städtepartnerschaftlichen Engagements wurde der Stadt Lünen am 25. September 1981 die Ehrenfahne des Europarates überreicht.

Die Lippebrücke "Zwolle Allee" wurde am 20. September 1990 dem Verkehr übergeben.

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1995 begannen die Baumaßnahmen am Hauptbahnhof und dem Omnibusbahnhof. 1996 wurde der Zentrale Omnibusbahnhof in Lünen zusammen mit dem neugestalteten Hauptbahnhof übergeben. Der ZOB ist nun mit dem HBF ein Zentraler Knotenpunkt für den Öffentlichen Nahverkehr. Von hier aus gibt es Verbindungen nach Preußen ( Lünen Süd ), Dortmund, Selm, Bergkamen, Kamen, Unna, Werne, Lüdinghausen, Hamm, Lünen Brambauer, Dortmund Lanstrop, Dortmund Kirchderne, Münster, Enschede, Bork und den vielen Stadtteilen Lünens. In Lünen Brambauer gibt es am Verkehrshof eine Direkte U Bahnverbindung nach Dortmund - Hörde.

1996 kam die Landesgartenschau ( Lagalü ) nach Lünen. Hierzu wurde der Stadtteil Horstmar komplett umgestaltet und bekam einen künstlichen See. Heute ist das Landesgartenschaugelände als Seepark weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Hier kann man Chillen am See oder am Kanal, Discgolf spielen, die Kinder können sich am Spielplatz austoben, Schwimmen gehen, Grillen, Relaxen, Spazieren gehen und vieles mehr. Von der Halde dort hat man einen Blick zum Schloss Cappenberg. Der Preußenhafen wurde in der Jahrtausendwende zum Yachthafen umgebaut. Der Moorkran, ein ehemaliger Kohlekran, erstrahlt in illuminierten Licht des Abends. Auch hier kann man am Cafe entspannen oder von einer Fahrradtour eine Pause einlegen.

Hauptbahnhof Luenen


Lünen Heute

Unsere Stadt verändert sich ständig

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Zur Jahrtausendwende wurde die alte Lichtburg abgerissen. Lünen bekam mit dem Cineworld ein neues Kino. Dieses Kino hat als eines der wenigen, dank vieler Lüner Sponsoren, vor dem Hautfilm keine Reklame mehr. Mittlerweile verfügt es über moderne Projektoren, 3D Kino, D-Box Sessel ( Bewegliche Sessel ), ganz bequeme Ledersessel. In 5 Kinos kann man die neusten Filme sehen. Auch das Jährliche Kinofest, was mittlerweile schon vergleichbar mit der Berlinale ist, findet hier immer in November statt. Eine Jury bestimmt die Sieger und verleiht den Preisträgern die "Lüdia".

Ansichten einer Stadt 20160504 101114 Luenen BBSDurch Finanzielle Engpässe und weil sich die Renovierungen nicht mehr lohnten, entschied sich die Stadt mehrere Schwimmhallen, darunter das Schwimmbad Altlünen an der Laakstraße, das Hallenbad in Lünen Mitte, was 50 Jahre alt war, sowie eines in Lünen Horstmar zu schließen. Sie wurden abgerissen. Auf der Nordseite der Lippe entstand das neue Zentralbad für Vereins.  und Schulschwimmen. Auch die Bürger und Bürgerinnen müssen sich das Zentralbad mit den Schulen und Vereinen teilen. für viele war es und ist es bis heute die schlechteste Lösung. Kaum einer ist damit einverstanden gewesen.

2013 begannen viele Umgestaltungsarbeiten in Lünen. Die ehemalige Lippebrücke an der Graf Adolf Straße wurde für den Neubau einer Brücke abgerissen. Das ehemalige Hertie Gebäude was eine ganze Zeit lang leer stand wurde bis mitte 2017 entkernt und umgebaut. Auf dem Nordufer entstand ein neuer Lippepark. Der Bauverein baute auf dem ehemaligen Grundstück des Hallenbades in Lünen Mitte Eigentumswohnungen. Die Fußgängerzone sowie der Marktplatz wurden neugestaltet.

Im Mai 2016 wurde die neue Graf Adolf Brücke, zukünftig "Salfordbrücke" anlässlich des 675. Stadtjubiläum seiner Bestimmung übergeben.

Einschwenken der neuen Lippebruecke 20150729 083832 LUEN BBS 


Eine Lebenswerte Stadt am Rande des Reviers

 

Lünen ist gewachsen, auch gewachsen dank der vielen Menschen die hier Leben und gelebt haben. Dank den Engagement derer die diese Stadt mitgestalten. Die sich einsetzen für Kinder, andere Menschen, Flüchtlinge, Migranten, die Schwächeren, die Kranken und auch für alle die die diese Stadt vorranbringen wollen. Ja es ist richtig, Ehrenamt ist die Säule der Gesellschaft. Ohne Ehrenamt keine Vereine, keine Sozialen Einrichtungen, keine Jugendarbeit, keine Bildung, keine Feste, keine Hilfsorganisationen. Eine Stadt lebt von den Menschen die diese Stadt gestalten und mitwirken. Nicht nur von der Arbeit. Denn wenn es alleine die Arbeit wäre, bräuchte man keine Stadt. In Lünen haben sich die Menschen niedergelassen weil sie woanders nicht das gefunden haben was Sie hier finden. Die Menschen, die Umgebung, die Arbeit, die Infrastruktur, die gemütlichkeit.

Ich war schon in London, in Berlin, in Hamburg, in Bad Pymont, auf Juist, Münster, Rendsburg, bin häufig in Dortmund, Recklinghausen, Kamen, Bergkamen, Unna, Düsseldorf, ab und an in Köln, oder auch mal in Duisburg oder Essen.

Alle diese Städte haben ihre schönen Seiten und auch ihre Schattenseiten. Und leben kann man dort auch wenn man will. Aber ich lebe immer noch gerne in Lünen. Warum? Warum Lünen?

  • Lünen hat doch nichts für die Jugend! Kanadagans Alleine
  • Lünen ist Langweilig!
  • In Lünen werden die Bürgersteige um 19 Uhr hochgeklappt!
  • Lünen hat viele leerstände!
  • Die Busse fahren nicht bis mitten in der Nacht!
  • Lünen wird Alt!
  • Die Luft ist hier Schlecht!

Ja das sind alles vorurteile die man hört über Lünen. Wo man sich fragt warum man hier immer noch lebt. Doch andere Städte sind auch Laut, Stressig, Dreckig oder nicht bezahlbar zum Wohnen. Lünen hat die obengenannten Probleme woran es wachsen kann. Wie gesagt es sind die Menschen die diese Stadt prägen. Was kann Lünen der Jugend bieten damit sie zum Feiern nicht nach Dortmund oder Bochum muss, warum fahren Nachts keine Busse und können die Geschäfte nicht länger aufbleiben oder was macht Lünen gegen die Leerstände? Lünen wird Alt, ja das problem haben aber viele Deutsche Städte. Deshalb holt die Familien nach Lünen. Oder die Jugen Singles. Lasst uns einen guten Altersdurchschnitt schaffen. Die Luft sei hier schlecht. Ja Lünen hat eine eigene Lungenfachabteilung weil es hier viele Leute gibt die Probleme mit der Luft haben. Ja dieses Thema ist Heikel. Und ich möchte nicht die Lüner Industrie verurteilen. Aber man sollte an diesen Problem arbeiten. Doch gibt es viele andere Industriestädte die auch eine sehr sehr schlecht Luft haben. Duisburg hat auch nicht gerade die angenehmste Luft, oder einige Ecken von Dortmund sind auch Feinstaub belastet. Wie können wir damit Umgehen?

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Trotzdem bin ich Lüner. Ich mag die Gemütlichkeit, die kurzen Wege, die Lippe, den Seepark, den Kanal, die Natur, die Busverbindungen sind auch sehr gut, trotz der Einschränkungen Abends. Ich finde Lünen hat als Stadt auch einiges zu bieten. Es sind die Menschen, die Traditionen, die Vereine, die Mitte zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, Lünen ist eine schöne Stadt. Viele zieht es nach Lünen weil Sie nicht direkt in Ruhrgebiet wohnen wollen, aber die Nähe wegen Arbeit und Infrastruktur brauchen. Lünen bietet das. Unsere Lippestadt bietet gemütlichkeit, Ruhe, Wanderwege, Freizeit und einiges mehr. Man kann hier vieles erleben oder machen. Ob Sport, Fitness, Wandern, Spazieren gehen, Segelfliegen, Kanu fahren, Radfahren, Chillen, Schwimmen, Discgolf spielen, Laufen, in Wald Geocaching machen, sich in Vereinen, bei der Feuerwehr oder beim THW oder bei den DRK , den Johanitern, den DLRG, oder in Sozialen bereich einbringen. Menschen treffen, sich unterhalten und Freunde treffen. Lünen ist eine Stadt direkt am rande des Reviers. Wer arbeiten gehen will oder muss oder Feiern will fährt in das Ruhrgebiet. Wer seine Ruhe braucht oder leben will kommt nach Lünen.

Doch wie geht es weiter...?

Windspiel LünenBleibt Lünen die größte Stadt in Unna und dem Kreis zugehörig oder wird Sie wieder Großstadt? Bauen wir hier nur für die Wohlhabenden und Reichen die meiner Meinung nach nicht nach Lünen zum Leben kommen werden, weil Sie lieber in Berlin, Monaco oder in der Schweiz oder in auf Mallorca leben? Oder werden wir eine Familienfreundliche Stadt werden wo sich Eltern mit Kindern, auch Familien mit Migrationshintergrund, wohlfühlen? Entwickeln wir uns zu einer Modernen, junggebliebenen Stadt die auch für die Senioren wie auch für die Single und Jüngeren Menschen da ist. Wie entwickelt sich unser Leben hier? Wie sieht es mit der Bildung, den Nahverkehr, den Shopping, den Ärzten, den Nachtleben aus. Was kann man besser machen und was kann man behalten?

Deshalb lasst uns hoffen das diese Stadt auch die nächsten Jahrhunderte überdauert. Lasst uns eine Stadt schaffen in der man Wohnen, Arbeiten und Leben kann. Eine Stadt die Modern, Zukunftsorientiert, sauber und friedlich ist schaffen. Nicht nur für uns, sondern auch für die kommenden Generationen.

Lünen ist meine Heimat! Auch wenn diese nicht Perfekt ist, aber welche Stadt ist es. Lasst uns daran arbeiten aus Lünen das zu machen was zu uns passt. Das sich jeder hier, egal ob jung oder alt, Kinder oder Senioren, Arm oder Reich wohlfühlen. Lünen braucht Vielfalt.

Lünen ist ein gutes Stück Deutschland!

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