675 Jahre Lünen

Lünen in 20 Jahrhundert

Vom Ersten Weltkrieg bis zur Jahrtausendwende

 

In den Jahren 1913 bis 1914 wurde der Lippeseitenkanal  ( Datteln - Hamm - Kanal ) an Lünen mit seinen vier Häfen angebunden.

1914 bis 1918 Erster Weltkrieg: 1922 wurde ein "Eisernes Buch angelegt wo 998 Lüner Bürger verzeichnet sind, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind.
Nachdem Ersten Weltkrieg wurde Lünen in Zuge der Ruhrbesetzung von 24. Januar 1923 bis 1924 von den Franzosen besetzt.

Rathaus Luenen AlleineIm Jahre 1928 erhielt Lünen die Kreisfreiheit und wurde eine Großstadt. Eine Kreisfreie Stadt. Bis 1975 hielt die Kreisfreiheit an. Von dort an wurde Lünen ein Teil des Kreises Unna und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg.

 Die Vereinigten Aluminiumwerke bauten 1937 ihr Lippewerk in Lünen. Auch Strom produzierte Lünen mit dem Bau des STEAG Kohlekraftwerks selber.

Auch Lünen hat den Zweiten Weltkrieg miterlebt. Die Geschichte des Dritten Reiches ist auch hier nicht ohne Spuren geblieben. Das Mahnmal an der Lippe erinnert noch heute an die Opfer der Reichsprogromnacht am 9. November 1939 wo drei Jüdische Mitbürger ermordet worden sind. 1993 wurde das Mahnmal an der Lippe errrichtet.

1939 bis 1945 wurde Lünen zwar von den Bombenabwürfen überwiegend verschont. Trotzdem hat Lünen große Verluste hinehmen müssen wie das restliche gefallene Reich das durch die Allierten nach und nach befreit wurde. Gefallene Soldaten, Jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen, Politisch verfolgte, Vermisste Verwundete, Ziviltote, und viele zahlreiche Opfer haben Lünen in seiner Kontinuilischen Entwicklung zurückgeworfen.

Adolf Hitler und Paul Hindenburg die mit den Beschluss vom 2. Mai 1933 Ehrenbürger der Stadt wurden, wie in vielen anderen Städten Deutschlands auch, wurden nach den Zweiten Weltkrieg in Rahmen der Politischen und Geschichtlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus am 15. Dezember 2016 mit einstimmigen Beschluss des Stadtrates als Ehrenbürger aberkannt, um hier ein für alle mal mit Gerüchten und Geschichten aufzuräumen.

 1938 bekam Lünen seinen Anschluss an die Autobahn Oberhausen - Hannover mit der Auffahrt in Lünen - Gahmen.

Am 13. Juni 1958 wurde das von dem Star Architekten Hans Scharoun entworfene Geschwister Scholl Mädchengymnasium eröffnet. Während das Freiherr vom Stein Gymnasium den Jungen vorbehalten blieb. Später wurde daraus die Geschwister Scholl Gesamtschule. Zwischen 2014 und 2016 wurde die Geschwister Scholl Gesamtschule nach den Plänen von Hans Scharoun, der auch die Berliner Philharmonie gebaut hatte, mit mitteln der EU und Fördergeldern der Hans - Scharoun - Stiftung Restauriert, Renoviert und wieder komplett überarbeitet.

Das Stadttheater ab 1966 Heinz Hilpert Theater wurde am 11. Oktober 1958 eröffnet. Architekt war Gerhard Graupner. Heute finden zusammen  mit dem Hansesaal dort Theateraufführungen, Kabarett, Messen, der Berufsinformationstag und Feierlichkeiten statt. Auch das 675. Stadtjubiläum wurde dort gefeiert.

In Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Willy Brandt, später noch Bundeskanzler, wurde 1960 das neue Rathaus der Stadt Lünen mit seinen 14 Etagen feierlich seiner Bestimmung eröffnet. Das Lüner Rathaus ist bis heute noch in Dienst und das höchste Gebäude der Stadt.

Die Kurt - Schuhmacher Brücke wurde am 18. Juni 1962 für den Verkehr freigegeben. Heute ist es zusammen mit der Konrad Adenauer Straße eines der wichtigsten Hauptstraßen in Lünen.

Bus allein

1963 ist Lünen eine Städtepartnerschaft mit der Niederländischen Stadt Zwolle eingegangen. Weitere Partnerschaften folgten mit Swinton & Pendlebury ( 1966 bis 1974 ) der Stadt Salford in England ( 1975 ), mit Panevezys in Litauen ( 1990 ) und mit Demin in Mecklenburg - Vorpommern ( 1991 ).

1975 verlor Lünen seine Kreisfreiheit und wurde dem Kreis Unna zugeordnet.

Wegen des Städtepartnerschaftlichen Engagements wurde der Stadt Lünen am 25. September 1981 die Ehrenfahne des Europarates überreicht.

Die Lippebrücke "Zwolle Allee" wurde am 20. September 1990 dem Verkehr übergeben.

Logoheader Ruhrgebiet Kunst 01 21

1995 begannen die Baumaßnahmen am Hauptbahnhof und dem Omnibusbahnhof. 1996 wurde der Zentrale Omnibusbahnhof in Lünen zusammen mit dem neugestalteten Hauptbahnhof übergeben. Der ZOB ist nun mit dem HBF ein Zentraler Knotenpunkt für den Öffentlichen Nahverkehr. Von hier aus gibt es Verbindungen nach Preußen ( Lünen Süd ), Dortmund, Selm, Bergkamen, Kamen, Unna, Werne, Lüdinghausen, Hamm, Lünen Brambauer, Dortmund Lanstrop, Dortmund Kirchderne, Münster, Enschede, Bork und den vielen Stadtteilen Lünens. In Lünen Brambauer gibt es am Verkehrshof eine Direkte U Bahnverbindung nach Dortmund - Hörde.

1996 kam die Landesgartenschau ( Lagalü ) nach Lünen. Hierzu wurde der Stadtteil Horstmar komplett umgestaltet und bekam einen künstlichen See. Heute ist das Landesgartenschaugelände als Seepark weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Hier kann man Chillen am See oder am Kanal, Discgolf spielen, die Kinder können sich am Spielplatz austoben, Schwimmen gehen, Grillen, Relaxen, Spazieren gehen und vieles mehr. Von der Halde dort hat man einen Blick zum Schloss Cappenberg. Der Preußenhafen wurde in der Jahrtausendwende zum Yachthafen umgebaut. Der Moorkran, ein ehemaliger Kohlekran, erstrahlt in illuminierten Licht des Abends. Auch hier kann man am Cafe entspannen oder von einer Fahrradtour eine Pause einlegen.

Hauptbahnhof Luenen

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